Wie kompliziert es sein kann online Musik zu kaufen

Musicload powered by T-Online

Musicload hat Jubiläum und haut darum – solange der Vorrat reicht – und nur noch bis heute, Musik zum halben Preis raus. Happdigits hat mich darüber benachrichtigt, dass in zwei Wochen meine ersten – hart erkämpften – Digits verfallen.

Da trafen sich also zwei T-Com und ließen mir kaum eine andere Wahl, als mit den »Digits« »Loads« zu kaufen.

Die Anmeldung lief reibungslos und schnell war auch Musik ausgesucht:

Insgesamt habe ich 56 Songs ausgewählt, die ich »kaufen« wollte und auch habe.

Der Krampf beginnt

Firefox ist der Browser meiner Wahl und so surfte ich durch das Angebot und wollte schließlich die Titel beziehen, als mir in roten Lettern mitgeteilt wurde:

Zum Durchführen der Bestellung benötigen Sie den Internet Explorer ab Version 5.0 und den Windows Media Player ab Version 9. Diesen können Sie jetzt hier kostenlos downloaden. Bitte beachten Sie auch die anderen Systemvoraussetzungen.

Klasse dachte ich mir, schmiß das »blaue e« an und versuchte es erneut. Eingekauft war schnell und die ersten Aufforderungen poppten auf, dass ich Active X aktivieren müsse. Nun gut, auch das wollte ich noch zulassen.

Als komfortliebender Mensch habe ich nun natürlich wieder zu viel erwartet. Es ist nicht – wie fälschlicherweise angenommen – so, dass man ein Album in Gänze herunterladen kann, sondern dass man jeden einzelnen Titel herunterladen muß.

Und auch dies erweist sich noch als absolute Geduldprobe, denn zu jedem einzelnen Titel muß man einen Link »Zum Download« anklicken, der sogleich ein PopUp aufruft, dass drei (3!!!) Mal die Ausführung von Active X bestätigt haben möchte (ich habe die Sicherheitseinstellung weder auf ein noch aus, sondern auf Eingabeaufforderung gestellt).

Nun läuft erstens ein Systemcheck und zweitens wird die Lizenz installiert (ja man darf mit der gekauften Datei nicht unbegrenzt umgehen). Ganz unten erscheint nun ein Button »Download starten«. Übereifrig wie ich bin – ich dachte ich bräuchte den Downloadhinweis oben nicht zu lesen« – klickte ich auf selbigen, doch es kam keine Nachfrage, wohin denn die Datei gespeichert werden solle, sondern der Mediaplayer öffnete sich und nahm gleich sein Wiedergabedienst auf.

Machte ich mich also doch an die Lektüre des Hinweises und fand mich schließlich schlauer:

Wenn Sie den Titel in ein Verzeichnis Ihrer Wahl speichern möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf »Download Starten« und wählen im Menu »Ziel speichern unter …«.

und darunter:

Hinweis: Windows Media Player 10 speichert den Titel während der Wiedergabe nicht automatisch auf Ihren PC. Speichern Sie deshalb bitte den Titel mit der rechten Maustaste (s.o.).

Zusammengefaßt muß man für den Download eines einzigen Tracks also folgende Klicks hinlegen:

  1. Zum Download
  2. Aktive X erlauben
  3. Aktive X erlauben
  4. Aktive X erlauben
  5. rechte Maustaste: Download starten
  6. Ziel speichern unter …
  7. Speichern

Wie gesagt für jeden einzelnen Track. Das macht dann bei mir die unglaubliche Anzahl von 392 Klicks (nämlich 56×7).

Wenn auch einige Downloads in ordentlicher Geschwindigkeit abgewickelt wurden, erschließt sich mir der Sinn von Breitband nicht, wenn ich eine Datei – von Faithless – die sicher nicht absoluter Top-Renner ist, mit etwa 5kB/Sekunde auf meine Festplatte schleichen muß.

Ich fürchte, das wird mein erster und letzter Gehversuch mit Musicload gewesen sein. Das ist mir doch wesentlich zu aufwendig und kompliziert.

Stefan Moeller Verfasst von:

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