Joost – Fernsehen der nächsten Generation

Joost

Zwei Mal haben die Entwickler von Joost (Janus Friis und Niklas Zenström) in der Vergangenheit schon zugeschlagen: Zur Hochzeit der P2P-Tauschbörsen entwickelten sie KaZaA als eine der erfolgreichsten Plattformen. Rechtzeitig vor dem großen Krieg mit der Musikindustrie und dem Untergang dieser Netzwerke trennten sie sich von Ihrem Baby.

Auch ihr zweites Projekt Skype sollte den (IP-) Telefonmarkt in den Grundfesten erschüttern. Mit den Erfahrungen aus dem P2P-bereich wurde Skype zu einer der erfolgreichsten Technologien im Voice-over-IP-Bereich. Auch hier trennten sich die Entwickler zum Schnäppchenpreis von ca. 2,6 Milliarden (2.600.000.000) Dollar gaben Ihr Baby in die Hände von ebay.

Nun soll ihr drittes gemeinsames Projekt Joost – so Spiegel Online – nichts weiter als das Fernsehen revolutionieren. Ein Vorhaben, was Kenner den Entwicklern durchaus zutrauen.

Das Konzept von Joost ist sehr einfach, wie man auf den Webseiten von Joost erfahren kann.

Man nehme die zauberhaften Teile des Fernsehens und mische dazu die noch besseren Teile des Internets. Damit kann man das schauen, was man möchte, wann man möchte. Und das in Top-Qualität. Joost vereinigt außerdem (ganz im Sinne des Web 2.0) auch eine Gemeinschaft.
Proper-TV. Free-TV. How-it-should-be-TV.

Schon vor einigen Monaten bin ich auf Joost aufmerksam geworden und war von Beginn an begeistert. Der Zeitmangel der letzten Wochen und das Fehlen einer Einladung (ja, man darf das nur testen, wenn man eine Einladung von einem anderen Benutzer bekommen hat) hat mich aber gezwungen den Test vorab auf Eis zu legen.

Heute habe ich endlich solch eine Einladung bekommen. Danke Martin. Umsonst. Denn, selbst bei ebay werden derzeit solche Einladungen (Joost Invitations) versteigert. Was es nicht alles gibt…

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Ich habe mir also die Software (natürlich BETA) mal auf den Rechner gepackt. Nach einer kurzen Registrierung konnte es auch gleich in der gefälligen Oberfläche losgehen. Auch hier wurde durchaus ein klares und eindeutiges Konzept umgesetzt: bekannte Bedienelemente, die an einen DVD-Player (oder ähnliches) erinnern. Zurückspulen und spannenden Szenen noch einmal anschauen. Langweilige Szenen überspringen. Pause. Fortsetzen. Alles kein Problem. Und eine echte Revolution auf dem TV-Markt (mal abgesehen von DVD-/HD-Recordern).

Die Sendungen sind momentan zwar schon ganz ordentlich sollen aber, nach dem offiziellen Start, deutlich an Qualität zunehmen (momentan wird noch komprimiert). Auch die Auswahl soll noch stark verbessert werden.

Nach meinen ersten, begeisterten Test kann ich also nur gutes berichten. Im Zeitalter der hochverfügbaren und immer schneller werdenden DSL-Zugänge können wir uns bald von Satelliten-Schüsseln und Satelliten-Receivern, Dekoderboxen oder sonstigem (dann) unnötigem Kram befreien und Fernsehen immer dann und dort genießen, wo wir es wollen. Das ist meiner Meinung nach nur die logische Fortsetzung von den mittlerweile stark verbreiteten (Video-) Podcasts. Dazu übrigens demächst auch wieder mehr…

Stefan Moeller Verfasst von:

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