CeBIT 2006 – Teil 3

Gut! Gestern war es wie erwartet etwas länger. Darum möchte ich heute – aus dem Off des Messestandes – ein wenig zusammenfassen, welche Eindrücke ich von der CeBIT 2006 mitgenommen habe.

Handys

  • Siemens Mobile geht ja bekanntlich mittlerweile mit BenQ und wurde zu BenQ-Siemens. Was ich schon durch den Webauftritt des Paares vermutet habe, hat Siemens einiges an Style verloren. Auch wenn zur CeBIT sechs neue Handys vorgestellt wurden, kann ich nicht sagen, dass mir eines dieser “Teile” gefallen hat. Es fühlt sich wesentlich billiger an, als die hochwertigen Altgeräte und auch bei der Bedienbarkeit ist leider einiges auf der Strecke geblieben.
  • Gleich gegenüber habe ich den Stand von SonyEriccson besucht. Dort sieht man, das ein solcher Zusammenschluß durchaus funktionieren kann und auch Sinn macht. Grundsätzlich bin ich mit meinem MDAcompact sehr zufrieden und stehe auch nicht so auf diese ganzen Lifestyle-Gimmicks, aber SonyEricsson verpackt das ganze in nette Geräte und präsentiert sich auch entsprechend. Ich würde also, sollte das anstehen, ein Gerät von denen kaufen. Daumen hoch!
  • Auch bei Nokia und Samsung bin ich über den Stand geschlendert. Bei Nokia bin ich mir über die Strategie nicht ganz im Klaren. Präsentieren die einen riesigen Business-Bereich auf der Messe mit Geräten, die meist nur mit Mini-Displays ausgestattet sind. Auch einige Komfortmerkmale – oder vielleicht auch nur bisher Gewohntes – fehelen oft vollständig. Samsung hatte ich ja schon einmal ausprobiert. Durchaus nette Geräte mit brilliantem Farbdisplay, aber die Bedienung ist mir einfach zu kompliziert.

Home-Entertainment

  • Auf der Suche nach Haus-Automation und Multimedia gibt es zwar eine Menge zu sehen, aber den absoluten Hammer, konnte ich noch nicht ausfindig machen.
  • Interessant ist auf jeden Fall der Noxon 2 Audio. Das ist eine kleine SetTop-Box mt einigen Bedientasten und einem Display, das man ins Netzwerk integrieren kann (WLAN oder LAN) um Musikfiles aus dem Netzwerk an die HiFi-Anlage zu bringen.
  • Von den grandiosen und brillianten Bildern der HD-Fernseher habe ich ja schon geschwermt. Die Bilder sind sogar so billiant – und das zeigen witzigerweise viele Anbieter auch in Ihren Präsentationen – dass sie für den medizinischen Einsatz geeignet sind. Auf gezeigten Gehin- und Röntgen-Aufnahmen kann man wirklich jedes Detail sehen.
  • Zum Thema Haus-Automation habe ich mir die Firma Beckhoff angeschaut, die zwar kabelgebundene (BUS-)Lösungen haben, aber eine Möglichkeit haben eine Schnittstelle zum FUnk herzustellen. Besonders begeistert war ich von deren Arbeit in bezug auf die Integration der Steuerung ins Windows Media Center. Die Zusammarbeit mit Microsoft hat sich wohl wirklich gelohnt, denn es ist eine sehr angenehme Applikation herausgekommen.

Navigation

  • Überrascht war ich, wie viele Anbieter es für Navigations-Software gibt. Ich habe bisher nur eine alte Version des Medion-Navigators auf dem Handy, aber die Vielfalt war nahezu riesig. Ich werde mich mal folgenden Systemen annehmen und näher untersuchen und versuchen die Unterschiede herauszufinden:
    • Destinator
    • Route 66
    • KlickTel Navigator
    • Navigon
    • Sygic

Sonstiges

  • Enttäuscht war ich im Großen und Ganzen von Halle 27 mit dem Thema “digital living”. Wie geschrieben waren dort fast nur Geräte für Spieler ausgestellt.
  • Erschrocken war ich, als ich gestern durch eine der “Daddel-Hallen” gelaufen bin. Hier werden tatsächlich auf den Ständen Spiele von internationalen Teams gespielt. Mit Trikot und allen weiteren Utensilien reisen hier Jugendgruppen aus Polen an (Team Pentagram) um sich hier auf der Messe bei Counterstrike und Co die virtuellen Rüben vom Schädel zu ballern. Das Ganze wird dann sogar noch gefilmt, auf Riesenleinwände projiziert und in einer mehr als nervigen monotonen Stimmlage live kommentiert. Ich habe die polnischen Baller-Kids bei Ihrem “Shootout” gegen ein Team aus – weiß ich nicht – mal eine Weile beobachtet und war wirklich erschrocken. Nervöse Hand und Gesichtszuckungen, Komandoton in der Kommunikation untereinander und mit stierem Blick auf den Monitor kann ich dem Geschehen kaum folgen und plötzlich spritz schon das digitale Blut über den TFT. Ich bin wirklich geschockt; oder einfach zu alt dafür.

Soweit meine kleine Zusammenfassung von der Messe, die natürlich nicht annähernd alles widerspiegelt was ich gesehen habe, geschweige denn es zu sehen gibt. Ich verabschiede mich von der Messe und kehre in mein ziviles Leben zurück. Danke und tschüß!

Stefan Moeller Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Fabian
    14. März 2006
    Reply

    Alles in Allem muß ich dieses Jahr leider auch sagen, dass ich eher enttäuscht war. Es lag sicherlich auch mit daran, dass ich an einem Samstag dort war, an dem vor allem viele Schüler da waren und einfach die Hallen verstopft haben um irgendwelche give-aways abzugreifen. Dann noch die Enttäuschung in Halle 27, dessen Motto anstatt “Digital Living” eher “CeBit Game Convention” hätte heissen sollen. Allerdings hatte ich mich sehr kurzfristig doch dazu entschlossen zur Messe zu fahren, und hab mich nicht vorbereitet und bin relative planlos, dafür aber durch alle! Hallen (na gut bis auf Finances and Banking) geschlendert, und so vielleicht nicht alle richtig interessanten Stände gesehen. Die nächste CeBit muss besser werden, und außerdem werde ich nur noch Wochentags dort hingehen. Denn für die Werbegeschenk-Jagd der Kids bin ich auch definitiv zu alt!

    Digitale Grüße

    Fabian

    P.S.: Die Samsung Riesen-LCD und Plasma-Geräte waren allerdings sehr hübsch anzuschauen!

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