100 Dinge, die ich wirklich hasse – Nr. 8

Heute ist die Bahn zwar indirekt betroffen, aber nur als Gastgeber für folgendes Ereignis.

Motzige Rentner

Jetzt muß ich mich schon von unausgelasteten, frustrierten allten Männern mit blauer Baseball-Kappe anmotzen lassen, dass ich mal gefälligst den Sitzplatz freimachen soll.

Kommt rein, sieht dass ich – gerade heute – meinen Rucksack, eine Tasche und einen Karton bei mir habe, schaut sich auch noch auf den benachbarten Plätzen um und entscheidet dann, mich (bzw. uns – da gab es noch einen »Schwerbepackten«) anzumachen.

Auf meinen Hinweis, dass das auch etwas freundlicher gehe konterte er geschickt: »Wenn ihr Eure Köppe nur zum Haareschneiden habt …«

Gegenüber nahm ein Junger Herr seine Jeansjacke vom Sitz und bot diesen Sitzplat an. »Nein!!! Da scheint mir die Sonne zu stark rein!«

Langsam macht ich mich daran meine ganzen Sachen auf die Gepäckablagen zu schaffen und ließ den Ollen auf dem Platz zum Fenster krabbeln. Ich bin ja sonst ganz friedfertig, aber da kann ich auch echt brutal sein.

»Dat seiter doch selbst schuld. Man kann ja auch schöner machen, wenn man nicht ganzen Tach so ist.« Was immer dieses Gemurmel zu bedeuten hatte – ich hasse solche Leute.

Nett sind auch

Drängel-Rentner

Gerne auch »Drängel-Omis«, die sich direkt nach dem Öffnern der Zugtüre in den Zug schieben. Früher habe ich – nachdem ich eine gute Kinderstube genossen habe – noch Rücksicht auf diese älteren, drängelnden Menschen unserer Gesellschaft genommen. Mittlerweile bin ich da etwas abgestumpft und nehme weniger Rücksicht darauf. Da lasse ich dann schon mal einen dummen Spruch los oder laufe die einfach über den Haufen.

Natürlich will ich durchaus auch zu bedenken geben, dass dieses Drängeln auch Schüler (gerne in größeren, sehr lauten Gruppen auftretend; »Ey, Alter!«) recht gut beherrschen.

Da kann mein Vater – der jeden Morgen per Bahn von Duisburg nach Düsseldorf pendelt – auf entsprechende Ausrüstung zurückgreifen. So ein hartgeschalter Aktenkoffer vor dem Schienbein oder gar auf der Kniescheibe macht meist sehr deutlich das die klare Regel lautet: »Erst aussteigen lassen, dann selbst einsteigen!« – Vorsicht an der Bahnsteigkante.

Stefan Moeller Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Fabian
    16. Juni 2005
    Reply

    Also solche Geschichten kann ich mir ja stundenlang anhören, die machen Spaß und sind kurzweilig. Und man kann sich über viele unserer bahnfahrenden Mitmenschen bzw. mitmenschlichen Bahnfahrer nur wundern.

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